rumgefunzel

2 Sachen zum Beherzigen
1. Ich glaube, dass ich weiß, dass du glaubst zu denken,
dass ich, deiner Meinung nach, nicht so schlau bin,
als ich meine zu wissen, dass ich bin.
Und das weißt du auch. Meine ich denken zu können.
2. Hoffentlich

Sonntag, 30. Dezember 2012

ACHTUNG! Evntl. was zum Nachdenken!

Hallo du :)
Wir hatten da ein sehr schönen Text in Deutsch von Max Frisch der hieß "Du sollst dir kein Bildnis machen" und der hat mich sehr zum Denken angeregt und daraus ist dieser kleine Text entstanden. Es hat auf jedenfall jetzt nichts mehr direkt mit dem Text zu tun, aber ich hab an diesem Text weitergesponnen und das ist rausgekommen. Viel Spaß beim Lesen.
Da war einmal ein süßes kleines Mädchen nicht viel älter als 6-7 Jahren und dieses Mädchen wusste etwas. Das wusste etwas, dass kein anderer wusste, aber sie sagte es niemanden, weil sie wusste selbst nicht woher sie das hatte. Sie wusste nicht, ob das normal war oder falsch und deswegen behielt sie es für sich. Jemand musste ihr es gesagt haben, bevor sie sich an ihr Leben erinnern konnte. Sie lebte mit dieser Weisheit, ihre Weisheit und ihre Antwort. Ihre Antwort auf alle Fragen. Es war der Grund, warum sie lieber gelb mochte als blau und lieber Lasagne aß als Spaghetti und lieber Röcke als Hosen trug. Das was sie steuerte. Warum sie war, wie sie war. Als sie älter wurde veränderte sich auch das, was sie wusste. Es veränderte sich, aber nie verschwand es ganz. Irgendwann hatte es einen Namen und verlor an Zauber, irgendwann fing sie an es zu ignorieren und war nicht mehr so wichtig für sie, es war einfach nicht mehr das was es mal war und als sie dann irgendwann zu einer wirklichen Erwachsenen wurde, da war es etwas aus einem anderen Leben. Ein Leben, das sie vergessen hatte. Und das sie nicht mehr gewollt hatte... Das heißt, eigentlich ja nicht. Andere hatten das gewollt, dass sie nicht mehr auf sich selbst hörte, dass sie sich änderte.

Was sie nicht wusste ist, dass sie nicht die einzige war, die so etwas wusste. Jeder hat das. Deswegen sind manche Menschen so und andere anders. Deswegen muss man Anziehsachen in tausend verschiedenen Farben anbieten und Speiskarten mit hundert verschiedenen Arten von Fisch machen. Aber doch beeinflussen andere uns und wir selbst beeinflusssen uns und wir sind uns manchmal doch egal und manchmal ist es das einzig wichtige, was wir wollen und fühlen.

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